Liedermacher Philosoph
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Der evolutionsphilosophische Liedermacher

Bio:
Ich bin 1945 im Sudetenland (heute Tschechien) geboren und habe im Wesentlichen (1947-1973) meine Jugend in Kaufbeuren-Neugablonz (Allgäu) verbracht.

Seit meinem 17. Lebensjahr bin ich mit der Gitarre und dem Rock'n'Roll verwachsen. Ausgelöst hat das vor allem der bis ca. 1990 noch überall zu hörende, amerikanische Soldatensender AFN. In den 50er Jahren war das, was die Musik dieses Senders bewirkte, eine richtige Kultur-Revolution. Die von Ihm verbreitete Musik war einfach anders. Sie sprühte vor unbekümmerter Lebensfreude und jugendlichen Übermut. Aber sie benutzte auch neue musikalischen Mittel und Instrumente. Die swingenden und bluesigen Elemente, aber auch eine etwas rauere Gangart machten mich zu einem Fan von Rock'n'Roll-Stars wie Jerry Lee Lewis, Elvis Presley, Fats Domino, Ricky Nelson, Brenda Lee und auch Johnny And The Hurricanes, Ritchie Valens oder Duane Eddy. Auch die seltsam schräge Hill-Billy- und Country-Musik dieser Jahre traf bei mir auf offene Ohren.

So war es kein Wunder, dass ich mir als 14-Jähriger einen kleinen Nebenjob als Kegelaufsteller in der Kegel-bahn der Gaststätte "Waldkantine" zulegte (die Wirtin war meine Tante) um endlich das Geld für einen Plattenspieler zusammen zu bekommen. Meine Eltern waren einfache Leute, die damals für so was kein Geld übrig hatten. Man, es war einfach ein großartiger Tag, als ich mir dann im Radiogeschäft Schwan diesen englischen Plattenspieler kaufen konnte. Vorab hatte ich mir schon ein paar Singles gekauft und als ich das Gerät dann an unser Radio angeschlossen hatte, kannte meine Begeisterung keine Grenzen. Ich hörte meine vielleicht 3 kleinen Platten mit voller Lautstärke und das fast pausenlos! Aber nicht nur ich war nun total von dieser amerikanischen Musik infiziert, nein auch mein jüngerer Bruder Günter! (=Bonzo) Nach einem weiteren Jahr musste nun eine Gitarre her, gleich darauf hatten wir zwei davon. Nun, Musikunterricht hatten wir zunächst nicht, aber schau mein kleiner Bruder: der durchschaute doch gleich intuitiv was man mit der Gitarre so machen konnte und stolz zeigte er mir gleich mal den einen oder anderen Griff oder auch das eine oder andere Lick.

Da passte es doch gerade, als an seiner Schule Gitarrenunterricht angeboten wurde. Nun lernte Bruder Günter dort so manches volkstümliche Instrumentalstück spielen, aber er traf dort auch ältere Mitschüler, von denen er Rock-Licks abschaute. Sie packten meist schon mal vor dem Unterricht ihre Klampfen aus und spielten sich gegenseitig das Neueste aus der Welt des Rock ‚n' Roll vor. Günter fand das cool und ich bekam durch ihn so manches Geheimnis weiter gereicht!

Bruder Günter entwickelte sich, im Gegensatz zu mir, rasant zu einem fähigen Rockgitarristen. Aber auch ich lernte passabel spielen. Es kam wie es kommen musste: wir gründeten eine Band: die R u b i n s ! Ca. 5 Jahre gab es uns, und das mit ziemlichen Erfolg ! Wir waren eine bekannte Größe im damals reichhaltigen Live-Konzert-Leben in und um Kaufbeuren herum. Wir spielten die großen Hits, besonders der Beatles und Stones nach, aber auch einige eigene, von mir verfasste Songs waren im Repertoire. (Aus heutiger Sicht noch anhörbar: Keine Zeit / Bonzos Präludium) Nachdem mein Bruder von Kaufbeuren nach München ging war es mit unserer Band vorbei und ich schrubbelte allein auf meiner Gitarre vor mich hin. Auf eine Band hatte ich keine Lust mehr. Ich verbrachte nun viel Zeit auf dem Tennisplatz und versuchte neue Songs zu schreiben. Der eine oder andere Geniestreich gelang mir zwar, wie "Komm wir zieh'n die Stiefel an", aber allzu viel kam sonst dabei nicht heraus. Beruflich war ich damals Postbeamter im mittleren Dienst und nicht sonderlich zufrieden. Ich beschloss noch mal zur Schule zu gehen und machte mit 27 Jahren das Fachabitur. Anschließend studierte ich dann Betriebswirtschaft an der Fachhochschule in München (mit Abschluß).

Hier schrieb ich weiter neue Songs und gründete bald doch wieder eine Band: das Akustik-Trio Kontrapunkt . Winni Mathias (Geige, Westerngitarre) und Felix Füller (Kontrabass) waren meine Mitstreiter. Winni und ich schrieben die Songs und sangen. Songhighlights aus dieser Zeit waren: "Der Krähenbaum" von Winni und "Der Holzwurm" von mir. Nach dem Ende von Kontrapunkt kam als Nachfolgeband "Holzwurm" Der Name war nach dem Song (der eine Hymne auf das Schreiner-handwerk ist) demokratisch ausgewählt worden und sollte unser "alternatives" Denken ausdrücken. Holzwurm war ein Trio mit Klaus Steidle am Bass und Reinhard Koch am Schlagzeug - neben mir als Sänger und Gitarrist. Einige Songs aus dieser Zeit sind, für mich wenigstens, zeitlos und gelungen. (Mondblues/Der Besuch u.a.)

Von der Livemusik-Szene frustriert gab ich nach der Geburt meines Sohnes Richard das Bandleben, nach ca. 4 Jahren mit Holzwurm, auf. Ich erteilte nun nur noch etwas Gitarrenunterricht und widmete mich, neben dem Hauptbroterwerb als Taxiunternehmer, dem Studium der allgemeinen Welterkenntnis.

Leidenschaftlich studierte ich regelrecht die Bücher über ein naturwissenschaftliches Weltbild, über die Evolution und die Geschichte des Universums, die Quantenphysik. Vor allem die Bücher des deutschen Wissenschaftlers und Journalisten Hoimar von Ditfurth waren meine Favoriten. Ich las auch so manches aus der Philosophie oder über die Weltreligionen, da ich mich fast immer als religiösen Menschen sah, der aber über den Tellerrand des früheren Religionsunterricht hinaus sehen wollte. Wenn ich im Taxi saß und das Geschäft lahmte, las ich Ditfurth, Hawkins oder ähnliches.

Gleichzeitig entdeckte ich die großartigen Möglichkeiten der Erdwärme und begann, durch Versenden von Informationsbriefen, oder Leserbriefen an Zeitungen und andere Medien dafür Öffentlichkeitsarbeit zu leisten.

Doch ganz schlief meine Liedermachertätigkeit dabei nicht ein. Neben einer teilweise recht umfangreichen Gitarrenunterrichtstätigkeit verlangsamte sie sich nur wieder einmal. Doch dann kam die Wende: Wie ein Blitz schoss mir ein Gedanke durch den Kopf:

"Warum singe ich eigentlich nicht auch über die Themen der naturwissenschaftlichen und philosophischen Welterkenntnis, die ich da so leidenschaftlich studiere?" Ein ungeheurer Antrieb für eine weiteres musikalisches Projekt war ausgelöst! Meine ersten Songs dazu waren:

- Wir leben auf einem heißen Planeten
- Der Weg der Evolution
- Professor Ditfurth
- Alles ist eins

Im Heimstudio versuchte ich davon passable Aufnahmen zu gestalten.

Last but not least:

Viel verdanke ich in meinem Leben der dauerhaft guten Beziehung zu meiner lieben Frau Edith. Auch sollten die an meinem Lebensglück beteiligten Kinder Katharina und Richard hier mit Freude erwähnt werden. Ein ganz wichtiger Freund und Partner war immer mein Bruder Günter, der sich unter dem Künstlernamen "Bonzo" hier im Großraum München, seit Jahrzehnten einen guten Namen als Gitarrist, Solokünstler, Musikproduzent und auch als lieber Mensch erworben hat. Besonderen Erfolg hat er seit einiger Zeit als Begleiter des genialen bayrischen "Extremliedermachers" Tiger Willi.

Eine kleine Auswahl an Songtexten


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