Als kleine Kinder fragen wir unseren Eltern Löcher in den Bauch und müssen uns mit ihren Antworten zufrieden geben.
Dabei bemerken wir - so nebenbei - das wir uns ständig körperlich und geistig verändern. Dann gehen wir in die Schule und kriegen viele Antworten und als Folge entdecken wir, dass sich ständig neue Fragen auftun. Wir lernen die Alltäglichkeit kennen und glauben als junge Menschen an ein sicheres, dauerhaftes und glückliches Leben im stabilen Rahmen unseres Landes.
Doch auch die Welt steht nicht still und fast jeder bemerkt es, wie plötzlich Ereignisse und Entwicklungen, unser Leben, oft ganz überraschend, verändern. Das Leben erweist sich rückblickend für den, der etwas älter geworden ist, als eine Art Geschicklichkeitsspiel, das uns immer wieder alles, aber auch wirklich alles abverlangen kann. Es scheint auch oft so, das hier Glück und Pech eine Rolle spielen. Ich persönlich erkenne vor allem, das Netz der vielfältigen Beziehungen zu den Menschen und der Biosphäre, das uns ständig trägt.
Am Ende unseres Lebens erwartet uns dann noch die Aufgabe, alles Gewonnene, sei es uns leicht zugefallen oder schwer erkämpft, wieder loszulassen.
Ich habe niemals aufgehört zu fragen und nachzudenken, warum das so ist.






